ab San Francisco
bis San Francisco
22 Tage
/ 21 Nächte
Mietwagenrundreise
Meine Reise startet mit einem kurzweiligen Flug der Edelweiss Air. Ohne Umsteigen zu müssen, lande ich rund 11 Stunden später am Harry Reid International Airport und bin ehrlich gesagt überrascht, wie nah der Flughafen an der Stadt liegt. Vom Gate bis zum Taxi dauert es kaum 60 Minuten, und nach weiteren 10–15 Minuten Fahrt stehe ich bereits vor dem Park MGM, meinem Hotel für die nächsten drei Tage.

Nach dem Check-in im Hotel und einer kleinen Verschnaufpause ziehe ich ein erstes Mal los Richtung Las Vegas Strip. Diese weltberühmte 6,8 Kilometer lange Strasse ist eine Art Freiluft-Theater. An einem Ende findet man die ikonische Luxor-Pyramide, etwas weiter oben die Freiheitsstatue am New York-New York, einen Katzensprung entfernt die römischen Säulen des Caesars Palace und mittendrin das elegante Bellagio mit seinen spektakulären Wasserspielen. Alle 15 bis 30 Minuten tanzen hier bis zu 1’200 Wasserfontänen synchron zu Musik von Frank Sinatra bis Lady Gaga – eine imposante Show, die mich jedes Mal aufs Neue begeistert. Ich bleibe stehen, beobachte die Menschen und merke schnell: In Vegas ist selbst ein Spaziergang am Strip ein Erlebnis.

Vom Bellagio laufe ich weiter, der LINQ Promenade entlang, bis zum High Roller. Mein Ticket habe ich bereits von zu Hause aus gekauft. Mit 167 Metern gehört das Riesenrad nämlich zu den höchsten der Welt und ist besonders zum Sonnenuntergang heiss begehrt. In der gläsernen Gondel habe ich gut 30 Minuten Zeit, Las Vegas aus der Vogelperspektive zu geniessen und gefühlt 1’000 Fotos zu schiessen. Unter mir beginnt der Strip zu glühen, die Wüste färbt sich langsam rosa, und plötzlich wird mir bewusst, wie gross diese Stadt eigentlich ist. Unter uns: Der High Roller ist für mich die perfekte Alternative zu einem Helikopterflug und besonders schön, während dem Sonnenuntergang. Ja, auch in mir steckt ein kleiner Romantiker.
Riesenrad fahren macht wohl hungrig und so geht es direkt weiter zum Abendessen. Vegas ist ein Hotspot für Feinschmecker und spielt kulinarisch längst in der Champions League. Über 40 Restaurants mit Michelin-Vergangenheit, internationale Starköche und Food-Konzepte aus aller Welt machen die Auswahl nicht gerade einfach. Ich entscheide mich für das Best Friend by Roy Choi: ein koreanisch-amerikanisches Restaurant mit Neonlicht, 90er-Hip-Hop-Vibes und kreativer Comfort Food Küche, das idealerweise grad im Park MGM liegt. Kimchi-Fried-Rice, Short Ribs, Tacos und BBQ stehen hier auf der Karte. Perfekt für meinen ersten Abend in der Entertainment Capital of the World.
Kleiner Tipp am Rande: Viele der angesagtesten Restaurants sind Wochen im Voraus ausgebucht – rechtzeitig reservieren lohnt sich also.
Nach dem Dinner wage ich mich noch kurz ins Casino. Das gehört hier einfach dazu, oder? Las Vegas zählt gesamthaft über 140 Casinos. Allein am Strip stehen mehr als 30 riesige Resorts mit eigenen Spielhallen. Jährlich werden hier mehrere Milliarden Dollar umgesetzt – oder besser gesagt, verloren, denn statistisch gesehen gewinnt am Ende meist das Casino.
Ich setze mir ein klares Budget (Profi-Tipp 😉) und versuche mein Glück am Blackjack-Tisch. Nach 20 Minuten weiss ich: Das Glück liegt heute (wieder einmal) nicht auf meiner Seite. Leicht geknickt geht’s zurück auf’s Zimmer. Auch von hier oben sieht die Stadt ein bisschen surreal aus. Das Lichtermeer bis zum Horizont, der Neon-Glow, die Sphere in der Ferne. Bei diesem wundervollen Anblick ist der verlorene Geld-Einsatz schon fast wieder vergessen.
Aufgrund des Jetlags bin ich früh wach. Aber das ist nicht weiter schlimm, denn in Las Vegas gibt’s schliesslich viel zu entdecken. Ich lasse den Strip bewusst hinter mir und fahre mit dem Taxi Richtung Fremont Street Experience – ins ursprüngliche Las Vegas. Genau hier entstand die Stadt quasi aus dem Nichts: Nachdem 1905 die Eisenbahnlinie zwischen Salt Lake City und Los Angeles eröffnet wurde, entwickelte sich rund um die Fremont Street eine kleine Wüsten-Siedlung für Bahnarbeiter, Glücksritter und Durchreisende. Als Nevada 1931 das Glücksspiel legalisierte (mitten in der Weltwirtschaftskrise!), war Fremont plötzlich das Epizentrum eines neuen Traums: schnelles Geld, Neonlichter und Unterhaltung rund um die Uhr. Fun Fact: Das berühmte „Vegas Vic“-Cowboy-Neonschild und viele der ikonischen Reklamen stammen aus dieser Zeit und leuchten zum Teil bis heute.
Schon beim Aussteigen ist klar: die Fremont Street fühlt sich ganz anders an als der Strip. Über mir spannt sich eine riesige LED-Kuppel, Livebands spielen Rockklassiker, Zipliner sausen über meinen Kopf hinweg und überall blinken die erwähnten historischen Leuchtreklamen. Ich schlendere vorbei an legendären Casinos wie dem Golden Nugget, bleibe immer wieder stehen, höre Musik, beobachte Menschen und lasse dieses wunderbar schräge, authentische Vegas-Gefühl auf mich wirken.
Die Downtown-Region ist heute ein spannender Mix aus neu und alt. Boutiquehotels, Craft-Bars, Foodspots und Kunstinstallationen haben dem Viertel neues Leben eingehaucht, ohne dass es seinen alten Charme verloren hätte. Genau dieser Kontrast macht den Besuch so besonders. Wer also nur dem Strip entlang schlendert, verpasst definitiv eine der spannendsten Seiten der Stadt.
Danach führt mich mein Weg ins Circa Resort & Casino. Ein Tipp, den ich übrigens von Michi und Robin bekommen habe. Und ich verstehe sofort warum: Das Highlight ist der berühmte Stadium Swim Pool. Mehrere ganzjährig beheizte Pools, verteilt über mehrere Ebenen, dazu eine gigantische LED-Leinwand mit Live-Sport rund um die Uhr. Hier schaut man Football oder Basketball wortwörtlich vom Wasser aus, mit einem Drink in der Hand und der Skyline im Blick. Selbst wenn man nicht baden geht, lohnt sich der Stopp, allein um die Atmosphäre aufzusaugen. Für Sportfans wie mich ist das hier fast schon eine kleine Pilgerstätte.
Am Nachmittag geht’s weiter in den sogenannten Arts District, wiederum nur wenige Fahrminuten vom Strip und der Freemont Street entfernt. Hier findet man: Galerien, Vintage-Shops, Cafés und jede Menge Street Art.
Ich spaziere durch die Strassen, entdecke Murals, schaue in kleine Ateliers rein und gönne mir ein kaltes Bier und ein Hot Pastrami Sandwich in der Able Baker Brewery. Die perfekte Location für eine kleine Pause vor dem Abendprogramm.
Ps: Besonders lebendig wird der Arts District jeweils am First Friday, einem monatlichen Strassenfestival mit Food Trucks, Live-Musik und Kunstständen. Aber auch an normalen Tagen ist das Viertel ein wohltuender Gegenpol zum Strip oder der Freemont Street.

Gestärkt geht’s weiter zum wohl aktuell spektakulärsten Gebäude der Stadt: der Las Vegas Sphere. Schon von aussen ist die Kugel mit ihren über 1,2 Millionen LEDs beeindruckend. Innen wird es dann richtig futuristisch: eine 16K-Leinwand umhüllt den gesamten Raum, dazu fein abgestimmter 3D-Sound, Wind- und Lichteffekte. Ich besuche die immersive Wizard of Oz Show und bin sprachlos. Das ist Konzert, Kino, Show, alles in einem. Einfach… unglaublich!
Nach der Show lasse ich den Tag mit einem Drink im The Chandelier im The Cosmopolitan of Las Vegas ruhig und gemütlich ausklingen. Die Bar ist ein echtes Vegas-Original: Drei Ebenen, eingebettet in einen gigantischen Kronleuchter aus tausenden funkelnden Kristallen. Man sitzt hier quasi im Chandelier. Vegas hat irgendwie diese besondere Art, dich gleichzeitig zu überfordern und zu verzaubern. Wer kennt’s? Zurück im Hotel falle ich müde, aber glücklich ins Bett.
Nach zwei Tagen Grossstadttrubel brauche ich heute etwas Natur und frische Luft. Ich hole zuerst meinen Mietwagen am Flughafen ab (alternativ geht’s auch bequem per Taxi) und fahre daraufhin rund 30 Minuten westlich der Stadt in den Red Rock Canyon. Kaum angekommen, fühlt sich Vegas plötzlich sehr weit weg an.

Der Red Rock Canyon überrascht mit dramatischen roten Sandsteinformationen, Canyons und einer fast meditativen Ruhe. Ich fahre zuerst dem sogenannten Scenic Drive entlang, eine 21 Kilometer lange Panoramastrasse mit mehreren Aussichtspunkten und entscheide mich danach für eine Wanderung in den Calico Hills. Kein Hardcore-Trekking, eher ein Spaziergang durch farbige Felslandschaften mit Weitblick.
Fun Fact am Rande: Der Red Rock Canyon zählt zu den beliebtesten Klettergebieten Nevadas. Profis aus aller Welt kommen wegen der perfekten Sandsteinwände hierher.
Nach gut zwei Stunden Naturprogramm bin ich nun also wieder geerdet und bereit für meinen letzten Nachmittag in Vegas. Diesen verbringe ich in einer sogenannten Premium Outlet Mall. Denn ja: Las Vegas ist auch bekannt für richtig gute Shopping-Möglichkeiten. Mein Ziel sind die Las Vegas Premium Outlets North, wo sich Marken wie Nike, Levi’s, Coach oder Michael Kors aneinanderreihen. Ich schlendere gemütlich durch die Shops, finde ein paar echte Schnäppchen und frage mich, wie das alles in meinen viel zu kleinen Koffer passen soll.
Zurück im Hotel lege ich für ein paar Minuten die Füsse hoch, bevor es dann schon wieder weitergeht. Denn für meinen letzten Abend gönne ich mir nochmals etwas ganz Besonderes: Dinner im Spago mit Blick auf die Bellagio-Fountains. Das Restaurant verbindet moderne amerikanische Küche, top Service und Front-Row-Seats zur Wassershow. Cool, oder?
Danach heisst es ein letztes Mal: It’s Showtime. Ich habe Tickets für Cirque du Soleil, die in Vegas gleich mehrere Shows anbieten. Ich besuche «O» im Bellagio, wohl eine der ikonischsten und bekanntesten Shows der Stadt.
Schon das Theater selbst ist beeindruckend: Die Bühne verwandelt sich innerhalb von Sekunden in einen Pool, während über mir Akrobaten an Seilen durch die Luft gleiten. Was folgt, ist eine perfekte Mischung aus Artistik, Tanz, Musik und visueller Magie. Was mich besonders fasziniert: Alles wirkt so mühelos. Dabei steckt hinter jeder Bewegung jahrelanges Training. Cirque du Soleil ist kein klassischer Zirkus, sondern eher ein Gesamtkunstwerk, das Emotionen, Technik und Kreativität verbindet. Ein weiterer Gänsehautmoment und eine klare Empfehlung meinerseits.
Aber auch hier gilt: Tickets möglichst früh buchen, vor allem am Wochenende sind viele Vorstellungen ausverkauft. Und by the way, falls du kein grosser Show-Fan bist, gibt’s in Vegas als Alternative auch immer tolle Sportevents.
Ich verlasse das Theater und lasse mich ein letztes Mal vom nächtlichen Strip treiben. Neonlichter, Musikfetzen aus offenen Bars und dieses ganz spezielle Vegas-Gefühl begleiten mich zurück ins Hotel.
Und weil man ja bekanntlich nichts zu verlieren hat, wage ich im hoteleigenen Casino noch einen kleinen Abstecher an die Slots. Jackpot? Leider nein. Aber dafür ein paar Lacher, ein letzter Drink an der Bar und das gute Gefühl, diesen Trip bis zur letzten Minute ausgekostet zu haben.
Drei Tage Las Vegas haben mir einmal mehr gezeigt, warum diese Stadt so einzigartig ist. Hier prallen Welten aufeinander: spektakuläre Shows und stille Wüstenlandschaften, kreative Viertel und ikonische Hotelpaläste, Fine Dining und Food-Trucks, Hochglanz und Herzblut. Es ist eine Stadt, die sich ständig neu erfindet und dabei trotzdem ihre Seele behält. Ob als kurzer Citytrip, als Startpunkt für eine Rundreise durch den Südwesten oder als Zwischenstopp auf dem Weg zu den Nationalparks: Vegas ist immer eine Reise wert.
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Ich bin nicht zum ersten Mal in Mississippi. Allerdings habe ich beim letzten Mal einen frappanten Fehler gemacht, indem ich für die Erkundung des Magnolia States viel zu wenig Zeit eingeplant habe. Ich war damals auf einem grösseren Südstaaten-Roadtrip unterwegs und habe für die Strecke von Memphis nach New Orleans gerade mal 2 Übernachtungen eingeplant – jugendlicher Leichtsinn? Einige Jahre später, älter und weiser, will ich es besser machen. Let’s start the journey.