Reiseblog 72 Stunden auf den Bradenton Gulf Islands

Reiseblog 72 Stunden auf den Bradenton Gulf Islands

Unser go2travel Reiseblog: Von Olivia B. / Lesedauer: 3min

Kilometerlange, puderzuckerweisse Sandstrände, Sonnenuntergänge wie aus dem Bilderbuch und kleine, farbenfrohe Ferienhäuschen. Willkommen auf den Bradenton Gulf Islands, die aus dem idyllischen Küstenstädtchen Bradenton und den paradiesischen Inseln Anna Maria Island und Longboat Key bestehen. Statt Themenpark-Action und Hochhaus-Kulisse erwartet dich hier Entschleunigung pur. Ich habe mich aufgemacht, dieses authentische Stück Florida etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Mal schauen was mich erwartet. Let’s go.

Der Direktflug mit Edelweiss bringt mich am späten Nachmittag nach Tampa, einen der schönsten Flughäfen im Sunshine State – übersichtlich, speditiv und nur etwa 1 Autostunde von den Bradenton Gulf Islands entfernt. Auch am Mietwagenschalter geht es überraschend schnell und effizient zu und her, sodass ich kurz darauf mit meinem SUV auf der Interstate 275 Richtung Süden fahre. Die untergehende Sonne taucht die Palmen und Brücken in warmes Licht. Spätestens jetzt kommt Ferienstimmung auf.

Bradenton ist mit rund 50’000 Einwohnern die grösste Stadt im Manatee County. Die beiden Barriereinseln Anna Maria (im Norden) und Longboat Key (im Süden) liegen nur knapp 10 Kilometer von Downtown Bradenton entfernt und sind mit dem Auto über Brücken schnell und unkompliziert erreichbar. Die langen weissen Sandstrände und das lässig-romantische Inselflair ziehen Touristen und Einheimische gleichermassen in ihren Bann. Wer hier landet braucht keine Uhr, dafür eine Sonnenbrille und Flipflops.

Ich übernachte im Compass Hotel Anna Maria Sound by Margaritaville, dass auf einer sogenannten Zwischeninsel (zwischen Festland und Anna Maria Island) liegt und deshalb meist etwas günstiger ist als die Unterkünfte auf der Insel. Mein Zimmer hat einen herrlichen Blick auf das Neal Preserve und die Pool-Anlage werde ich morgen gleich als erstes testen. Jetzt falle ich erst mal müde, aber glücklich ins Bett.

Nach einer ruhigen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück am hoteleigenen Buffet, das im Übernachtungspreis enthalten war und für amerikanische Verhältnisse sehr vielfältig ausfällt, fahre ich über die Manatee Avenue auf die Insel, die ich am liebsten gar nie mehr verlassen würde: Anna Maria Island.

Anna Maria Island: Klein aber oho!

Hier scheint alles ein bisschen bunter, entspannter und langsamer zu sein. Keine Hochhäuser, keine Hotelbunker, dafür pastellfarbene Häuser mit Schaukelstühlen auf der Veranda und Golf Carts auf der Strasse. Die Insel ist nur ca. 11km lang und 3km breit, deshalb ist man von überall in 10-15 Minuten zu Fuss am Strand.

Mein erster Stopp ist die berühmte Pine Avenue, das vielleicht charmanteste Strässchen der ganzen Insel. Die Pine Avenue liegt in Anna Maria City und ist auch als die “grünste kleine Hauptstrasse Amerikas” bekannt, da die dort angesiedelten Geschäfte ihre Energie selbst erzeugen, Gemeinschaftsgärten betreiben und eine Zero-Waste-Politik verfolgen. Ich gönne mir einen Iced Coffee und eine Cinnamon Roll bei Ginny’s & Jane E’s, einem etwas verrückten Mix aus Café & Boutique.

Danach fahre ich vom Norden der Insel, zum berühmten Bridge Street Pier am Bradenton Beach im Süden. Was sich wie eine kleine Weltreise anhört, ist in Tat und Wahrheit eine Fahrt von gerade mal 20 Minuten. Das Holz auf dem Pier knarzt unter meinen Flipflops, Pelikane kreisen über dem türkisfarbenen Wasser, und am Ende des Stegs liegt sehr fotogen das legendäre Seafood-Restaurant „Anna Maria Oyster Bar on the Pier“.

Die frischesten Shrimps der Welt?

Mein nächstes Ziel, Cortez Village, liegt wieder auf dem Festland und ist eines der letzten noch aktiven Fischerdörfer Floridas. Hier spürt man, wie eng das Leben der Menschen mit dem Meer verbunden ist. Vor Ort besuche ich das kleine Florida Maritime Museum (gratis, charmant, voller Geschichten) und sehe anschliessend zu, wie am Dock gerade frischer Fisch entladen wird.

Das schreit nach einem einem kurzen Mittagsstopp bei der Star Fish Company – einem unscheinbaren Fischlokal direkt am Wasser mit den wohl frischesten Shrimps, die ich je gegessen habe. Gegessen wird auf Papptellern, dafür mit Blick aufs Wasser. Nach dem Lunch spaziere ich noch ein wenig durch Cortez Village – vorbei an bunt bemalten Bootshäusern, alten Pick-ups und Palmen, die sich sanft im Wind wiegen. Es fühlt sich ein wenig an wie eine kleine Zeitreise.

Ab auf den Coquina Beach Trail

Nur wenige Minuten entfernt – zurück auf Anna Maria Island – liegt der Coquina Beach Bayfront Park. Hier gibt es alles, was ich an Florida so liebe: ruhige Picknickplätze unter schattigen Bäumen (Australian-Pine-Kiefern, um genau zu sein), flachabfallende Strände und warmes, türkisfarbenes Wasser. Ich miete vor Ort spontan ein Velo und fahre gemütlich auf dem Coquina Beach Trail in Richtung Süden. Der Weg verläuft parallel zur Küste, mal im Schatten, mal mit offenem Blick aufs glitzernde Meer. Immer wieder gibt es kleine Zugänge zum Strand, ideal für spontane Abstecher zum Muschelsuchen oder einfach, um die Füsse im Wasser abzukühlen.

 

Nach einem Tag voller Sonne, Sand und Meer zieht es mich zum Abendessen ins Beach House Waterfront Restaurant, ein echter Klassiker auf Anna Maria Island. Direkt am Golf gelegen, mit den Füssen im Sand und dem Blick auf den Sonnenuntergang, schmeckt der fangfrische Fisch hier gleich doppelt so gut. Die Karte ist saisonal und regional: Gulf Shrimp, Catch of the Day, Florida Stone Crabs (wenn Saison ist), dazu kreative Cocktails und tropisches Flair. Ich entscheide mich für den gegrillten Mahi-Mahi mit Mango-Salsa und bin begeistert. Als die Sonne wie ein roter Feuerball im Meer versinkt, wird es ganz still auf der Terrasse. Ein Abend, wie man ihn sich an Floridas Westküste schöner kaum vorstellen kann.

Safari-Feeling in Florida

Heute heisst es früh aufstehen, denn ich möchte das Robinson Preserve erkunden, ein 250 Hektar grosses Naturparadies im Norden von Bradenton. Statt Wanderschuhe schnüre ich heute meine Schwimmweste, denn ich habe ein Kajak gemietet und paddle gemütlich durch die verschlungenen Wasserwege des Parks.

Zwischen Mangroven und versteckten Buchten gleitet mein Kajak fast lautlos dahin. Reiher staksen durchs flache Wasser, Fische springen in der Morgensonne (hört sich kitschig an, ist aber so) und irgendwo in der Ferne höre ich das Platschen eines anderen Kajaks. Das Licht am frühen Vormittag ist magisch, und ich fühle mich ein bisschen wie auf einer Safari – nur halt mitten in Florida. Wer lieber an Land bleibt, kann die Region auch auf Spazierwegen oder mit dem Velo erkunden.

Nach der Paddelrunde knurrt mein Magen. Ich fahre nach Downtown Bradenton, wo ich im Oscura Café einkehre. Auf der Tageskarte stehen Avocado-Toast mit geröstetem Mais, lokal gebackene Croissants und frische Bowls. Wer soll sich da entscheiden können… Die Downtown-Umgebung lädt ebenfalls zum Entdecken ein: Gleich ums Eck liegt das Village of the Arts, ein kunterbuntes Viertel mit Ateliers, Galerien, Vintage-Läden und kleinen Cafés. Ich schlendere durch die Strassen, stöbere in Second-Hand-Läden und komme mit lokalen Künstler/innen ins Gespräch.

Am Nachmittag tauche ich in die Geschichte der Region ein: Das Bishop Museum of Science and Nature überrascht mit einer spannenden Mischung aus Archäologie, Naturkunde & Planetarium. Mein persönliches Highlight ist aber das Manatee Rehabilitation Center, in dem verletzte Seekühe gepflegt und später wieder ausgewildert werden.

Zum Abschluss des Tages gönne ich mir noch ein entspanntes Abendessen im Fischrestaurant Pier 22, direkt am Wasser beim Yachthafen.

Longboat Key: edler und stilvoller!

Nach zwei abwechslungsreichen Tagen auf und um Anna Maria Island bin ich natürlich auch noch neugierig, was die Nachbarinsel Longboat Key zu bieten hat. Longboat Key ist mit 16km Länge drei Kilometer länger als Anna Maria Island, allerdings misst sie an der breitesten Stelle nur gerade mal 2km. Schon bei der Fahrt über die Brücke spüre ich, dass die Uhren hier nochmals etwas langsamer ticken. Die Natur ist genauso atemberaubend, aber das Ambiente wirkt irgendwie noch etwas edler und stilvoller.

Ich starte den Tag mit einem Spaziergang am fast menschenleeren Whitney Beach am nördlichen Ende von Longboat Key. Der Strand ist lang, weich und wunderbar still. Keine Strandbars, keine bunten Schilder, nur feiner Sand, Muscheln, sanfte Wellen und das leise Kreischen der Möwen. Ich lasse mir den warmen Golfwind um die Nase wehen und denke: Hier kann man richtig gut durchatmen. Ein Ort zum Runterkommen.

Zum Abschluss gönne ich mir mittags noch einmal etwas ganz Besonderes: Im Mar Vista Dockside Restaurant & Pub sitze ich unter riesigen Buttonwood-Bäumen direkt am Wasser. Mein Tisch ist nur wenige Meter vom Bootsanleger entfernt. Die Atmosphäre ist locker-elegant, das Publikum entspannt. Ich bestelle frisch gegrillten Fisch und einen hausgemachten Key Lime Pie. Mein Fazit: Weltklasse! Der perfekte Abschluss meiner dreitägigen Reise durch die Bradenton Gulf Islands.

Mein Fazit nach 72 Stunden Bradenton Gulf Islands

Die drei Tage vergingen viel zu schnell. Zugegeben, die Bradenton Gulf Islands mit Anna Maria Island und Longboat Key haben mich verzaubert. Was macht diese Region so besonders? Es ist wohl die Mischung aus authentischem Florida-Feeling, der Nähe zur Natur und dem entspannten Lebensstil. Vielleicht ist es aber auch einfach das Gefühl, willkommen zu sein, egal, ob beim Frühstück in einem kleinen Familiencafé oder beim Abendessen in einem eleganten Restaurant am Wasser.

Morgen geht es weiter mit einem kleinen Roadtrip entlang der Westküste. Aber ich bin mir sicher: Ich werde wiederkommen und dann einfach ein bisschen länger bleiben.

Weitere Informationen und Reisevorschläge für Florida finden Sie hier.

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